Zusammenfassung:
Gespräch mit den Zeitzeugen
Die Zeitzeugen:
Ó Herr Löffler ist 82 Jahre alt und ist trotz seines Alters
noch immer als Frisör tätig.
Ó Herr Schäfer wurde 1929 geboren und ist im Alter von 70 immer noch als Gaswasserexperte tätig.
(Was folgt, ist nicht die Zusammenfassung des ganzen Interviews mit den Zeitzeugen, sondern nur die Fragen, die für unsere Gruppe von Interesse waren und die kurz zusammengefassten Antworten!)
1) Herr Schäfer, bekamen sie damals mit, ob es Vor-/ Nachteile gab,wenn man dieser Partei (NSDAP) angehörte/nicht angehörte?
Es war so, dass man die Wahl zwischen dem Beitritt zur NSDAP und der Einlieferung ins KZ hatte. Demnach gab es auch großen Andrang bei der Partei. War man erst einmal beigetreten, musste man zu jeder Zeit zur Verfügung stehen.
2) Wie war ihrer Meinung nach die Stimmung im Volk, als die NSDAP gewählt wurde?
(Löffler & Schäfer) Damals machte man sich in erster Linie Gedanken ums eigene Überleben und weniger um irgendeine Partei. Anscheinend wurde nicht viel darüber gesprochen; es reichte schon,dass man seine Kinder in die HJ schicken musste (die dabei ihren Spass hatten).
3)(An beide) Wie haben sie versucht, ihre Erinnerungen an diese Zeit zu verarbeiten?
Man kann die Erinnerungen an den Krieg nicht einfach vergessen, geschweige denn verarbeiten. Die Bilder verfolgen einen immer und überall.
4) Herr Schäfer, haben sie in ihrer Schulzeit Auswirkungen der Judenverfolgungen und der Rassenhygiene miterlebt?
Das einzige, was man damals bemerkte war, dass über Nacht einige Leute aus dem Dorf weg waren. Plötzlich waren in unserer katholischen Schule auch evangelische Schüler und die Kreuze hingen nicht mehr in den Klassen an den Wänden. Statt "Amen" hieß es morgens nur noch "Heil Hitler. "Aber direkte Rassenhygiene erlebte man als Schüler damals nicht."