Der 2. Weltkrieg: Kurzvideo

 

Von

Hanna Blumenrath

Kerstin Kietzmann

Katrin Kleebach

Christiane Löffler

Diana Becker

Aufsicht auf die Brücke 1945 Die gleiche Stelle ca. 50 Jahre später

Die Stadt Remagen mit ca. 14.000 Einwohnern, in Rheinland - Pfalz, spielte in der Geschichte des zweiten Weltkrieges eine wichtige Rolle. Durch die Remagener Brücke (Ludendorff - Brücke), die vor dem Übergang der Amerikaner nicht gesprengt werden konnte, sondern die erst später aus Überlastung einstürzte, ist die Stadt noch heute weltbekannt.

Wir haben mit Hilfe einiger Informationen folgendes über die Kämpfe in Remagen herausgefunden

Remagen angreifende Bomber

Ausschnitte aus Zeitungen:

1944 wurde im Hotel Fürstenberg die Frontleitung eingerichtet, natürlich wurden um diese Stelle heftige Bombenangriffe geführt.

Jeden Tag gab es Luftangriffe, um den Eisenbahnknotenpunkt zu zerstören . Damit die Zerstörungen wenigstens notdürftig behoben werden konnten mussten Tausende von Soldaten, Kriegsgefangenen u. Zivilinternierte herangezogen werden. Die Menschen versuchten sich durch ihr Verstecken in Wäldern, auf der Waldburg, in Kellern oder sogar im Stollen zu schützen. In Behelfsunterkünften wurden die ausgebombten Familien untergebracht.

Im Februar / März 1945 war es am schlimmsten, die Alliierten rückten zum Rhein vor und die Zeit des 3. Reiches näherte sich ihrem Ende. Remagen war wegen seiner strategisch wichtigen Brücke monatelang umkämpft worden u. in seinem Kern ganz zerstört. Die Stadt glich einem Trümmerhaufen, als die Amerikaner sie schließlich eroberten. Die Bevölkerung litt Hunger, 75% der Stadt lag in Schutt u. Asche.

 

Es gab also gar keine Kämpfe direkt in Remagen sondern viel mehr drum herum , z.B. um die Brücke Remagen - Mitte wurde ausgebombt.

Die Menschen aus Remagen hingen damals weiße Tücher aus ihren Fenstern, dies war ein Zeichen der Kapitulation. Sie waren des Krieges Leid und wollten wieder Frieden.

Der Film "Die Brücke von Remagen" wurde ca. 1960 in der alten Tschechoslowakei an der Moldau Brücke gedreht.

 

Wir haben diesen Artikel gewählt, weil er sehr umfangreich geschrieben ist und auf viele Fragen eine ,Antwort gibt. Wie z.B. über die Rhein - Wiesenlager wie es dort war, wo sie waren und über die Brücke wann und wie genau die Brücke von Remagen einstürzte usw.

Die Brücke von Remagen

Die Friedenskapelle in den Rheinwiesen und der Dialog der Enkel

Der in Remagen am Rhein lebende und im wenige Kilometer entfernten Sinzig geborene, heute 67jährige Journalist und Schriftsteller Karlheinz Grohs, Autor mehrerer zeithistorischer Bücher, hatte vor einigen Jahren an der berühmten "Brücke von Remagen" eine zufällige Begegnung mit zwei jungen Menschen, die ihn tief beeindruckte. Nicht zuletzt dieses Treffen mit einem jungen amerikanischen und einem gleichaltrigen deutschen Studenten gab ihm den letzten Anstoß, ein schriftstellerisches Vorhaben zu verwirklichen, das er schon länger geplant und zu dem ihn der damalige Bürgermeister von Remagen, Hans Peter Kürten, ermuntert hatte. Es sollte ein Buch über die zeithistorischen Ereignisse der letzten Kriegsmonate im Jahre 1945 in und um Remagen entstehen- Die Vorgeschichte des inzwischen viel gelesenen zeitgeschichtlichen Dokumentar -Reports "Die schwarze Madonna von Remagen‘ von Karlheinz Grohs begann also gleichermaßen zufällig wie auch ungewöhnlich.

Der Autor erzählt:

Bei einem sommerlichen Spaziergang entlang des Leitpfades kam ich am Aufgang zum Remagener Brückenmuseum mit einem jungen Mann ins Gespräch, der sich als amerikanischer Student auf einem Deutschland - Aufenthalt vorstellte. Dieser junge Amerikaner hieß Daniel Burgman. Er studierte Geschichte an der State University in Columbus / Ohio und nahm nun an einem der Internationalen Workcamps teil, die vom "Verein Friedensmuseum Brücke von Remagen" schon seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Service Civil International (SCI) regelmäßig in Remagen veranstaltet werden. Daniel Burgman machte mich, nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten, nut einem deutschen Freund bekannt, den er während der Tage des Workcamps in Remagen kennengelernt hatte. Dieser junge Deutsche hieß Friedrich Voss und kam aus Münster in Westfalen. Er war ebenfalls Student der Geschichte.

 

Wir drei Daniel, Friedrich und ich, sprachen über die Historie der Remagener Brücke und es ergab sich, daß wir dabei auch auf das große Kriegsgefangenenlager in der Remagener Rheinebene im Frühling und Sommer 1945 zu sprechen kamen. Mich berührte dieses Thema sehr persönlich, weil ich selbst damals als fünfzehn jähriger "Kindersoldat‘!, Angehöriger der 340. Volksgrenadierdivision der deutschen Wehrmacht, am 18. März 1945 im Westerwald, in der Nahe von Asbach in amerikanischer Kriegsgefangenschaft gekommen war und das Elend, die Not, die Verzweiflung und den Hunger in den Rhein - Wiesenlagem am eigenen Leibe erlebt hatte.

Insofern war ich auch besonders interessiert, als mir Daniel und Friedrich eine Tonbandkassette vorspielten, auf der sie in Englisch ein langes, miteinander geehrtes Gespräch aufgezeichnet hatten, jenen "Dialog der Enkel", wie ich ihn später in meinem Buch über die "Schwarze Madonna von Remagen" genannt habe.

Es hatte sich nämlich etwas in der Tat ungewöhnliches herausgestellt: beide junge Menschen waren Enkel von Ehemaligen des Remagen / Sinziger Kriegsgefangenenlagers. Danie Burgman war ein Enkel des ehemaligen US - Captains Elias Burgman, der als Vemehmungsoffizier zur Wachmannschaft des Lagers gehörte, und Frieder Voss war ein Enkel von Unteroffizier Wilhelm Voss, einem Landwirtssohn aus der Gegend von Münster, der als Gefangener im Lager eingesessen hatte. Es bedarf keiner Frage, daß bei einem solchen Lebensspiel der Zufälle ein Journalist und Buchautor wie ich hellhörig wurde und sofort spürte, daß dies eine Story war, wie sie eigentlich nur das Leben selbst schreiben kann. Ich habe Danie und Frieder spontan zu mir nach Hause eingeladen und mit beiden bis in die tiefe Nacht hinein noch ein weiteres langes Gespräch geführt. Die Enkel erzählten mir die Geschichte ihrer Großväter, des Captains Elias Burgman und des Unteroffizier Wilhelm Voss, die dann zur Grundlage meines zeithistorischen Buches wurde.

Man muß persönlich erlebte Geschichte auch in diesem Falle zunächst in den großen Zusammenhang der "offiziellen Zeitgeschichte" stellen, um jene ungewöhnliche Begegnung an der Brücke, wie sie sich viele Jahre später dort am Remagener Rheinufer ergab, für den Leser zeithistorisch einordbar zu machen. Deshalb komme ich auch in diesem, meinem Beitrag für das Kultursommer - Projekt 1997 des Bundeslandes Rheinland-Pfalz nicht umhin, vorab die ‚großen Ereignisse" gewissermaßen als ein Rahmen für die sich daraus ergebenden "kleinen, sprich menschlich persönlichen Erlebnisse" kurz darzustellen. Die kleine Stadt Remagen, im nördlichen Teil des Landes Rheinland-Pfalz an der Grenze zum Nachbarland Nordrhein-Westfalen gelegen, ist durch ein Relikt aus der Endphase des Zweiten Welt Krieges weltweit bekannt geworden. Es handelt sich dabei um die nicht zuletzt durch eine Hollywood - Verfilmung aus den sechziger Jahren berühmt gewordene "Brücke von Remagen", jene ehemalige Eisenbahn über den Rhein, über die von den im Frühjahr 1945 ins deutsche Reichsgebiet vorrückenden amerikanischen Truppen der Übergang ans andere Ufer des Rheins errungen wurde. Am 7. März 1945 gelang es einer amerikanischen Vorauseinheit der 9. US-Panzerdivision unter Führung des deutschstämmigen Karl Timmermann, für die deutschen wie auch für die amerikanischen Befehlsstäbe völlig überraschend, die infolge des Versagens der vorbereiteten Sprengung unzerstört gebliebene Brücke zu überqueren und auf der rechten Rheinseite einen sich bald bis in den vorderen Westerwald ausdehnenden Brückenkopf zu bilden. Nach übereinstimmender Meinung von den Historikern wurde dadurch das Ende des schrecklichen Zweiten Weltkrieges um mehrere Wochen verkürzt und es wurden so Tausende von Menschenleben, Soldaten wie Zivilisten, gerettet, die bei einem weiteren Andauern der Kampfhandlungen noch den Tod gefunden hätten. Am 17. März 1945 stürzte die Brücke infolge von Beschädigung und Überlastung in den Strom, nachdem die Amerikaner bis dahin für komplette Divisionen über die Brücke geführt hatten. Inzwischen waren aber zu beiden Seiten Pontonbrücken errichtet worden, so daß der Einsturz keine nur taktischen Folgen mehr hatte. Erhalten blieben nur die beidseitigen Brückentürme.

Die Brücke von Remagen

und das sehenswerte Friedensmuseum in den links rheinischen Türmen Gedenkstätte des Friedens Der frühere Bürgermeister der Stadt Remagen, Hans Peter Kürten, zugleich Vorsitzender des Vereins "Friedensmuseum Brücke von Remagen e.V.‘, hat in bemerkenswerter Initiative in den Brückentürmen am Remagener Ufer ein sehenswertes und an Besucher nachdenklich stimmendes Museum geschaffen. Das Remagener Friedens- museum von heute soll als Gedenkstätte des Friedens mahnen und der Völker- verständigung seinen vielerlei bemerkenswerten Exponaten ist es inzwischen zu einem wichtigen Zeugnis der jüngsten deutschen Zeit- geschichte geworden. Jahr für Jahr zählt es an die 30 000 Besucher. Das Leitmotiv des Museums, in der Friedenshalle zu lesen, lautet:

  Zerstörte Häuser in der Innenstadt Remagens

Laßt uns jeden Tag mit Geist und Verstand für den Frieden arbeiten. Beginne jeder bei sich selbst!

Das Museum ist jeweils vom 7. März eines jeden Jahres an bis zum Beginn der Wintermonate täglich von 1 0 bis 17 Uhr geöffnet. Hinweisschilder zeigen bei einem Besuch der Stadt Remagen, die sich ansonsten durch ihre landschaftlich reizvolle Lage am unteren Mittelrhein zwischen Bonn und Koblenz auszeichnet, den Weg zum Friedensmuseum und zu den Überresten der berühmten Brücke. Ein Besuch lohnt sich in jedem Falle. Aber nicht nur das Remagener Friedensmuseum mit seiner Erinnerung an die Ereignisse jenes Märztages des Jahres 1945 mahnt zu Frieden und Völkerverständigung. Unweit der Brückentürme findet sich in der weitgestreckten Rheinebene zwischen Remagen und Sinzig ein weiteres Mahnmahl von historischer Bedeutung. Es ist dies die "Friedenskapelle zur schwarzen Madonna von Remagen. "Auch diese Stätte der Erinnerung und der Mahnung ist auf Initiative des früheren Remagener Bürgermeisters Hans Peter Kürten und des Remagener Friedensbrücken-Vereins entstanden. "Den Toten zum Denkens den Überlebenden als Vermächtnis. Denn Haß ist kein Boden, auf dem Frieden gedeiht!" So heißt es auf einer Gedenktafel in der Friedenskapelle, die im Jahre 1987 an der Stelle errichtet wurde, wo sich rundum im Frühjahr und Sommer 1945 eines jener schlimmen Rhein - Wiesenlager für deutsche Kriegsgefangene befand. Im Lager Remagen-Sinzig waren damals Hunderttausende in Gefangenschaft geratene deutsche Soldaten unter freiem Himmel zusammengepfercht und erlitten bittere Not und unsägliches Leid. Mit Spenden ehemaliger Lagerinsassen wurde später diese Erinnerungskapelle finanziert, in deren Mittelpunkt die Skulptur der "Schwarzen Madonna" in einer Nische aufbewahrt wird, eine Marienstatue, die einer der Gefangenen seinerzeit aus der Lehm- und tonhaltigen Erde des Lagers geformt hatte und die erhalten blieb. Seit vielen Jahren schon treffen sich ehemalige Lagerinsassen auf Einladung des Vereins ‚Friedensmuseum Brücke von Remagen‘ und der Stadt Remagen von Zeit zu Zeit an der Stätte ihrer Leiden zu einem Tag der Erinnerung und der Besinnung. Auch in diesem Jahr fand am 19. Juli wieder ein solches Treffen statt, an dem rund achthundert ehemalige Lagerinsassen aus allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland teilnahmen.

Die Friedenskapelle zur "schwarzen Madonna von Remagen" ist für den Besucher leicht zu finden. Sie befindet sich unweit des Brückenmuseums Remagen - Süd direkt an der Verbindungsstraße vom Remagener Stadtkern zum Ortsteil Kripp.

Soweit der historische Hintergrund jenes bemerkenswerten Dialogs der Enkel von dem nun zu berichten ist.

 

Existierten die Leute, deren Namen im Film vorkamen, wirklich?

Man hat den Film nach einer Vorlage von Ken Hechler gedreht. Ken Hechler hatte ein Buch über die Eroberung der Remagener Brücke geschrieben. Das Buch stimmt mit dem tatsächlichen Geschehen überein.

Man hat es allerdings nicht so übernommen. Die Namen der Beteiligten wurden zum Beispiel geändert. Aus:

Karl Timmermann wurde Carl Hartmann

Sergeant Joe DeLisio wurde Sergeant Angelo

Colonel Leonard Engeman wurde Major Barnes

Karl Friesenhahn wurde Joachim Hansen

Willi Bratge Kapitain wurde Carl Schmidt

Major Hans Scheller wurde Major Paul Krüger

Es wurde keine Begründung für diese Änderung angegeben. Schade ist, dass der Film mit den Originalnamen viel realistischer geworden wäre.

Ist die Remagener Brücke für den Film nachgebaut worden?

Nein! Für den Film suchte man eine Eisenbahnbrücke des gleichen Modells wie Remagener Brücke. Man fand eine in der heutigen Tschechei. Sie führte bei Davle über die Moldau. Allerdings sah sie nicht genau so aus wie die Ludendorff – Brücke. Sie musste um einige Gerüstbauten ergänzt werden. Das Gleisniveau musste gehoben werden. Da in Davle kein Tunnel vorhanden war, sprengte man einen Tunneleingang in einen nahe gelegenen Abhang.

War das im Film wirklich Remagen?

Nein! Der Angriff auf die Stadt wurde ebenfalls in der Tschechei gedreht. Der Ort hieß Most und wurde ausgewählt, weil die "richtige" Architektur hatte, um Remagen zu spielen. Außerdem wurde es der Filmchrew erlaubt, Teile der Stadt zu sprengen. (Die Stadt sollte sowieso einem Kohletageabbau weichen.)

Man baute eine Kirchenattrappe (wegen der ST. Apollinariskirche)

Der Brücken- und Straßenverkehr in der Umgebung wurde für fünf Monate eingeschränkt

 

Verwendete Literatur: